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Ausstellung Dresdner Frühling im Palais 2010 eröffnet
Am Donnerstagabend eröffnete der Staatsminister im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft Frank Kupfer den „Dresdner Frühling im Palais“. Bei einem Rundgang wurde er u.a. begleitet von Frau Johanne de Carnée und Frau Angela Schüler und erfuhr ausführliche Erläuterungen, hinsichtlich der Floristik und Gestaltung der Ausstellung.
Bis zum 14. März ist nun die frühlingshafte Blumen- und Floristikausstellung im Palais Großer Garten täglich von 9 bis 20 Uhr zu sehen.
Über 45 Gärtnerinnen und Gärtner der Schlösser und Gärten Dresden sowie Mitarbeiter der beteiligten Gartenbaubetriebe haben die historischen Räume in eine barocke Gartenlandschaft verwandelt. Entworfen hat das Gestaltungskonzept Landschafts¬architektin Angela Schüler. In den letzten Monaten arrangierte sie auf dem Papier zehntausende Frühjahrs¬blüher und Buchspflanzen zu filigranen Broderien (französischer Begriff barocker Beetgestaltung, bedeutet „Stickerei“ aus Pflanzen), setzte Ziergehölze und Stauden in Szene und führte in der Gesamtkomposition die Symmetrie der umgebenden frühbarocken Architektur weiter.
Diese Planungen sind nun in die Realität umgesetzt: Im Erdgeschoss haben die dort ausgestellten barocken Sandsteinskulpturen besondere blumige Inter¬pretationen erhalten. So erhebt sich die Skulptur „Vulcan“ in einem rot-feurigen Blumenmeer und „Appollon“ scheint – durch das raue Mauerwerk des Palais, einer Klanginstallation mit schweren Wassertropfen und üppigen Azaleenpflanzungen – in einer künstlich geschaffenen Grotte zu verweilen. Überhaupt widmet sich jeder Raum des Palais einer besonderen Thematik. So finden sich auch Nacht- und Tagmetaphern, eine Seenlandschaft und ein Festzelt. Alle frühlingshaften Sinnbilder entstehen vor allem durch die Komposition von Blüten, Gräsern und Gehölzen – ausgewählt nach Farben, die den jeweiligen Raum charakterisieren. Der Besucher kann sie wie bei einem Spaziergang durch eine barocke Gartenlandschaft durchschreiten und mit ein wenig Fantasie dabei eine Nacht, den Sonnenaufgang, einen Frühlingstag und einen Abend mit fürstlichem Festbankett erleben.
Die Ausstellung „Dresdner Frühling im Palais“ zeigt jedoch nicht nur das Können sächsischer Garten-bau¬betriebe, sondern insbesondere auch das breite Spektrum der Floristik. Auszubildende, Meisterschüler und Ausbilderinnen des Dresdner Institutes für Floristik an der SBG Dresden (Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH) gestalten Blumenbuketts, die sich mal klassisch-elegant, mal avantgardistisch-modern geben. Die Gestecke finden in Wandnischen, auf Kaminsimsen und freistehend Platz, nehmen aber auch in Form von Festons und Formgirlanden architek¬tonische Elemente des Palais auf und führen diese floral weiter. Floristikmeisterin Johanne de Carnée erweckt damit zusammen mit ihren Schülerinnen und Schülern die zum größten Teil zerstörten Schmuckelemente im Festsaal des Palais wieder zum Leben und lenkt damit den Blick des Besuchers auf Bauwerk, Geschichte und Floristenkunst gleichermaßen.
Der „Dresdner Frühling im Palais 2010“ ist nach 2006 und 2008 zwar die dritte Blumen- und Floristik-ausstellung, die der Landesverband Gartenbau Sachsen e.V. unter Projektleiter Dr. Karl Richter veran-staltet, doch die Tradition ist genaugenommen schon knapp 200 Jahre alt. Bereits 1828 fand im Palais eine Blumen- und Früchteschau statt.
Öffnungszeiten & Eintrittspreise:
Vom 5. März bis zum 14. März ist die Ausstellung täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7,00 €, ermäßigt 5,00 €. Ermäßigung erhalten Kinder von 6 bis 15 Jahre, Schüler, Azubis, Studenten, Schwer¬behinderte, Arbeitslose, Wehrdienstleistende und Wehrersatzdienstleistende. Kinder bis 5 Jahre und Begleitpersonen von Schwerbehinderten erhalten freien Eintritt. Das Obergeschoss des Palais ist jedoch leider nicht barrierefrei erreichbar.

Rhododendron Taufe
Am vergangenen Sonnabend erfolgte im Rahmen der begleitenden Veranstaltungen der Ausstellung „Dresdner Frühling im Palais 2010“ eine Pflanzentaufe. Getauft wurden zwei Rhododendren aus Grüngräbchen und Bad Zwischenahn.
Namensgeber sind die beiden Kinder von Herrn Jan Vogler, Intendant der Dresdner Musikfestspiele, Cecilia und Brinja. Sie konnten leider persönlich nicht anwesend sein, da sie in New York zur Schule gehen. Den Taufakt nahm deshalb Herr Vogler selbst vor. Der hellviolette Rhododendron mit weißem Schlund, von der traditionsreichen Baumschule Seidel aus Grüngräbchen, erhielt den Namen „Cecilia“, der dunkelrote Rhododendron mit dunklem Fleck aus Bad Zwischenahn, von der Baumschule Bruns, wurde auf den Namen „Brinja“ getauft. Nach seinen Festworten ließ es sich der weltberühmte Cellist Jan Vogler nicht nehmen einige kleine Stücke darzubieten.
Die Festworte des Landesverbandes Gartenbau Sachsen hielt sein Ehrenmitglied Klaus Hoffman. Er umriss dabei die große Dresdner Tradition des Gartenbaues vom Hofgärtner Seidel bis zu den heutigen Produktionsmöglichkeiten der Gärtner, einschließlich der langen Tradition der Blumen- und Früchteausstellungen und regte an, Blumenausstellungen mit künstlerischen Ereignissen zu verbinden.
Die zahlreichen Gäste hatten eine gute Gelegenheit bei einem Rundgang sich die Ausstellung durch Frau Johanne de Carnée, in Bezug auf Floristik und durch Frau Angela Schüler hinsichtlich der Gestaltung erläutern zu lassen.
Kamelien und Sandstein - zwei Prominente aus Sachsen
150. Todestag von Jakob Friedrich Seidel, dem berühmten "Kamelienseidel"
In diesem Jahr wird scheinbar Gegensätzliches zueinander gebracht: der harte Sandstein und die zarte Kamelienblüten. Doch es gibt vieles Gemeinsame: Der Stein der Sächsischen Schweiz und die Japanische Rose aus Dresdner und Leipziger Gärtnereien haben beide Sachsens Ruf in die Welt getragen. In der diesjährigen Ausstellung wird der Werdegang des Sandsteins, immer in enger Verbundenheit mit den Blüten gezeigt. Kamelien werden auf rohen, schön geäderten Sandsteinplatten präsentiert. Ferner wird gezeigt, was unter geschickten Händen aus dem Stein entsteht und wie man das Ergebnis mit Kamelienblüten verschönen kann.Geschmückt wird der Sandstein mit etwa 1000 Blüten, die aus ganz Deutschland von Sammlern und Liebhabern eingesandt werden. Das Publikum darf wie jedes Jahr die schönste Blüte Deutschlands wählen. Dabei sind historische wie auch moderne Sorten sowie in der Natur vorkommende Kamelienarten zu betrachten. Der Kamelienfluss wird in diesem Jahr ein barockes Gartenstück mit historischen Sandsteinfiguren umfließen. Die Mitteldeutsche Kameliengesellschaft als Mitorganisator der Schau steht wieder mit Fachleuten beratend zur Verfügung. Die Schau wird von zwei Pirnaern, dem Bildhauer Ralf Zickermann und dem Fotografen Arnfried Großmann künstlerisch begleitet.
In diesem Jahr begehen wir den 150. Todestag von Jakob Friedrich Seidel, dem berühmten "Kamelien-Seidel". Jacob Friedrich Seidel, Sohn des Hofgärtners, war derjenige, der Kamelienstecklinge aus Paris mit nach Dresden gebracht haben soll. Mit seinem Bruder Traugott Leberecht gründete er im Juni 1813 die Seidelsche Gärtnerei - den ersten Spezialbetrieb des deutschen Zierpflanzenbaus unter Glas. Seine erste Spezialkultur, die Kamelie, produzierte er durch die Einführung der Stecklingsvermehrung in großen Massen. Er führte später unglaubliche 1100 Sorten in seinem Sortiment und baute ein nicht nur ganz Europa, sondern auch Amerika umfassendes Vertriebsnetz auf. Ebenso entwickelte er die Grundlagen der winterharten Rhododendrenzüchtung, die Sohn und Enkel verwirklichten.
Termine
01.03. - 11.04. 2010:
Kamelienschau in den Gewächshäusern Ausstellung der Sächsischen (Seidelschen) Kameliensammlung mit einer Vielzahl historischer Sorten auf 1500 m² Schauglasfläche. Die Hauptblüte ist Ende März zu erwarten
06.03. - 14.03.2010:
VII. Deutsche Kamelienblütenschau im Landschloß
15.03. - 28.03.2010:
Die Kamelienblütenschau im Landschloß wird als Schau sächsischer Blüten verlängert.

Im Oktober startete in Sachsen das Projekt „Erarbeitung von allgemeinen Empfehlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz in Sächsischen Zierpflanzenbaubetrieben“. Träger ist der Landesverband Gartenbau Sachsen e.V. Im Rahmen des Projektes werden elf repräsentative sächsische Zierpflanzenbaubetriebe hinsichtlich ihres Energieeinsatzes detailliert untersucht. Neben dem Einsatz von Wärmeenergie in Gewächshäusern, die häufig mit eigenen Heizanlagen erzeugt wird, werden die Verbraucher elektrischer Energie sowie der Einsatz an Diesel/Benzin für Arbeits- und Transportmaschinen berücksichtigt. Ziel ist es, sich ein umfassendes und detailliertes Bild des Energieeinsatzes in den Zierpflanzenbaubetrieben zu machen. Eine besondere Herausforderung stellen dabei die extrem starken Schwankungen der Energieinanspruchnahme im Jahres- und Tagesverlauf dar. Laufzeit der Untersuchungen ist mindestens ein Jahr. Die Projektergebnisse werden genutzt, um für die Zierpflanzenbaubetriebe mit ihren bestehenden Strukturen noch gezielter wirkungsvolle Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz abzuleiten. Das Projekt gehört zum Zukunftsforum Landwirtschaft Sachsen, einem durch das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft initiiertem Diskussionsprozess zur Zukunft der grünen Branchen. Der Freistaat Sachsen fördert das Projekt aus Mitteln des Programms „Besondere Initiativen“.

Mit einem Galaprogramm im Neuberinhaus Reichenbach endeten am Sonntag den 18. Oktober 171 erlebnisreiche Landesgartenschautage. Einer Abschlussveranstaltung auf dem Gartenschaugelände machte das nasskalte Wetter ein Strich durch die Rechnung.
Der musikalische Pate der Landesgartenschau Gunther Emmerlich und die Semper-House-Band präsentierten Dixie und Swingmusik.
Ein kurzer Film, produziert von Uwe Schirmer, ließ die Gäste die Landesgartenschau 2009 noch einmal Revue passieren.
Als prominenter Gast wurde Ministerpräsident Stanislaw Tillich begrüßt. Obwohl er die „Kaktuswette“ der Eröffnungsveranstaltung gewonnen hatte, erfüllte der Ministerpräsident seinen Wetteinsatz und machte auf dem Gartenschaugelände den letzten geführten Rundgang. Ihn begleitete bei kaltem Regenwetter über 150 Besucher und zahlreich Vertreter der Presse. Die verlorene “Kaktuswette“ löste Oberbürgermeister Dieter Kießling mit dem Reichenbacher Rathauschor und dem Frauenchor Reichenbach ein. Gemeinsam erklang das Lied „Mein kleiner grüner Kaktus“.
Traditionsgemäß wurde der symbolische Staffelstab an die Veranstalter der nächsten Landesgartenschau übergeben. In drei Jahren richtet die Stadt Löbau die 6. Sächsische Landesgartenschau aus. Für Löbau hat sich Reichenbach etwas besonderes ausgedacht: eine Scherenschaukel, welche die gemeinsame Tradition der Textilindustrie beider Städte symbolisiert. Zudem wünschen die Reichenbacher Löbau mit diesem Geschenk viel Schwung und maßgeschneiderte Lösungen für die Vorbereitung und Durchführung der 6. Sächsischen Landesgartenschau. Die Schaukel wird in 3 Jahren auf dem Gartenschaugelände in Löbau als einer der Spielbereiche die Besucher erfreuen.

Mit wehmütiger Stimmung ging das im Jahr 2009 größte touristische und
medienwirksame Großereignis im Vogtland und der Mittelpunkt des gärtnerischen Geschehens in Sachsen zu Ende. Das Wetter tat sein Übriges.
„Insgesamt blicken wir auf 171 erfolgreiche Landesgartenschautage zurück.“, so Oberbürgermeister Dieter Kießling. „Nicht nur was die Besucherzahl von über 450.000 Gästen betrifft. Die Stadt Reichenbach ist über die Landesgrenzen hinaus deutlich bekannter geworden. In der Bevölkerung hat sich das Wir-Gefühl verstärkt und die Reichenbacher sind sichtlich stolz darauf, was in ihrer Stadt geschaffen wurde. Auch das örtliche Gewerbe, insbesondere die Hotellerie und Gastronomie haben von diesem Großereignis profitiert.“, weiß der Oberbürgermeister.
Ein städtebaulicher Schandfleck wurde beseitigt. Es bleibt ein dauerhafter Naherholungs- und Erlebnisbereich in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum.
Das Image der Stadt nach innen und nach außen konnte spürbar aufgewertet werden. Über 80 Prozent der Bauaufträge wurden von Unternehmen der Region ausgeführt.
Die Blumenhalle präsentiert sich in dieser Schau in den Farben des Herbstes. Die Gärtner, Baumschulen und Floristen widmeten die Themen der Standgestaltung der Ernte und dem kommenden Herbst. Passend zum Thema Erntedank im Vogtland wurden einheimisches Gemüse, Kartoffeln, Kräuter und Jungpflanzen durch die Fachgruppe Gemüse im Landesverband Gartenbau Sachsen gezeigt. Reges Interesse bei den Besuchern weckte der farbige Blumenkohl des Gartenbaube-triebes Kinnemann und Martin (Zwenkau). Es wurde immer wieder die Frage gestellt: ist der denn echt?
 - Bild links: Präsentation der Fachgruppe Gemüse
 - Bild rechts: Standgestaltung Gartenbau Gärtner, Drehbach
Die Blumenhalle präsentiert sich in dieser letzten Schau mit herbstlicher Bepflanzung und wiederum dominierten die Farben des Herbstes. Der Landesverband Gartenbau verabschiedete sich aus Reichenbach mit einem „Blumigen Schlussakkord „ Es wurde noch einmal das nahezu vollständige Sortiment der in Sachsen produzierten Schnittblumen, natürlich mit der herbstlichen Dominanz der Chrysanthemen, gezeigt. Bei den Topfpflanzen waren die typisch herbstliche Arten zu sehen, wie Cyclamen Chrysanthemen und Heide. Der Landesverband Sächsisches Obst zeigt eine breite Palette von Äpfeln und Birnen. Mit ihren Ausstellungsbeiträgen verabschieden sich die Aussteller auf „blumige Art“ von der Landesgartenschau in Reichenbach.
 - Bild oben rechts: Landesverband Sächsisches Obst
 - Bild unten links: Gartenbau Nötzold, Reinsdorf

Am 20. September 2009 fand die Börse „FloraSax“ in Leipzig statt. 120 Aussteller aus der ganzen Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland waren mit ihren Erzeugnissen in Leipzig dabei. Die Besucherzahl war leider um 10% geringer als im vergangenen Jahr. Es kamen rund 2600 Fachbesucher um Ware zu ordern, Kontakte zu knüpfen sowie Informationen auszutauschen. Die Umsätze der Assteller waren aber trotzdem sehr erfreulich. Die überwiegende Mehrzahl der Aussteller war mit dem Messeergebnis zufrieden.
Die Floristik-Show unter dem Motto „Floristischer Ideen für ihr Herbstgeschäft" mit Floristenmeisterin Kathrin Richter und Katja Anders, begeisterte das Fachpublikum.
Ein Höhepunkt war die Ausstellung „Floristische Arbeiten für den Herbst“, gestaltet vom Dresdner Institut für Floristik an der SBG Dresden Fachgruppe Einzelhandel, dem Beruflichen Schulzentrum für Agrarwirtschaft Dresden, in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Gartenbau Sachsen e.V.
Den Eingangsbereich gestalteten, wie im vergangenen Jahr, Auszubildende des TBZ Leipzig unter der Anleitung von Frau Geier und Frau Loose. Ihnen gilt unser besonderer Dank für die vortreffliche, stimmungsvolle Präsentation von Heide und herbstlicher Pflanzen.
Die Hortensienschau fand auch in diesem Jahr im Landschloß Pirna - Zuschendorf statt. Gestalterisch versetzte uns die diesjährige Hortensienschau in die Jahre der Gründerzeit und des Jugendstils zurück. Prächtige, auch übermannshohe Schaupflanzen werden in großer Zahl gezeigt und wie auch in den letzten Jahren haben die Hortensienspezialgärtnereien Reinhard Ullmann aus Radebeul und die Claus und Torsten Kühne Jungpflanzen GbR aus Weixdorf all ihr Können gezeigt. So waren aus den betriebseigenen Sammlungen viele ältere Sorten in verschiedenen Formen bis hin zur Großpflanze zu sehen. Der Gartenbau Kühne zeigt viele Sorten der SAXON – Serie. Die schlosseigenen Hortensien, mit 380 Arten und Sorten die größte Sammlung Deutschlands, wurden natürlich auch präsentiert. Alle Sorten und Arten fanden in der Ausstellung nicht Platz, so konnten aber ihre Blüten auf Tischen kunstvoll gestaltet und bewundert werden. In den Freilandquartieren waren leider nicht viele Blüten zu sehen, da der strenge Frost des vergangenen Winters Schäden angerichtet hat. Die Floristinnen von Kühne Trend – Florist, unter Leitung von Silke Kühne, zeigten außerdem kreativ und anregend, wie Hortensien dauerhaft schmücken können.
 - Hortensien floristisch verarbeitet
 - Liebevoll gestaltete Details der Hortensienausstellung
Gezüchtet wurde die neue Sorte von Frau Katrin Meinl in der Claus & Torsten Kühne Jungpflanzen GbR in Dresden - Weixdorf. Züchterin Katrin Meinl ist es gelungen eine neue Hortensienart zu kreieren. Bei der Suche nach einem schönen und bedeutungsvollen Namen hat man dabei an den Wiederaufbau des Schlosses Sonnenstein gedacht. Wie kann man besser seine Freude über das Wiederentstehen eines einzigartigen Bauwerkes zum Ausdruck bringen, als mit einer besonders schönen Blume?
Da das Schloss zum Sitz der Landkreisverwaltung ausgebaut wird, liegt es nahe, dass der künftige „Schlossherr" - Landrat Michael Geisler - auch die Taufe zelebriert. Gemeinsam mit der Züchterin Katrin Meinl verlieh er der neuen Hortensie im feierlichen Rahmen den Namen „Sonnenstein". Anwesend war auch der Oberbürgermeister der Stadt Pirna, Markus Ulbig.
Die Sorte gehört zu der aus Ostasien stammenden Art Hydrangea macrophylla SERINGE und bildet wunderschöne große hellrosa Bälle mit großen Einzelscheinblüten. Um den ehemaligen Schlossgarten in einer alten Schönheit wiedererstehen zu lassen überreichte Claus Kühnen Landrat Michael Geißler ein wunderschönes Exemplar der neuen Sorte.
 - Landrat Michael Geißler und Züchterin Katrin Meinl
Anlässlich des Tages des Gartens am 14.06.2009 besuchten Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer die Landesgartenschau in Reichenbach. Während Ihres Rundganges besuchte Frau Ministerin Aigner auch die Blumenhalle. Am Ausstellungsbeitrag des Landesverbandes würdigte Aigner die große Vielfalt und gute Qualität der Gartenblumen. Großes Interesse zeigte sie auch am Rankgerüst mit Schnitt-Clematis und Rosen. Die Schnitt-Clematis wird in Freilandschnittversuchen der Abteilung 8 des LfLUG empfohlen und hat sich in der Hallenschau in Reichenbach bestens bewährt . Die Clematis wurde zu einem richtigen Foto-Star.

„Von den Schätzen der Sonne" - unter diesem Motto präsentierten sich 23 Gartenbaubetriebe des Landesverbands Sachsen und Institutionen des Freistaates Sachsen anlässlich der 5. Hallenschau in Küche und Schatzkammer in der Blumenhalle auf der BUGA Schwerin.
Ganz unterschiedliche Produkte konnten die Besucher bewundern. Die Schatzkammer wurde aufwändig mit Schnittblumen dekoriert wie Rosen, Gerbera, Alstromerien, Anthurien und Pfingstrosen, in einem großen Sortiment und vielen Farben. Aber auch ein breites Sortiment von Streptocarpus und Saintpaulia bereicherten die Schatzkammer. Kunstvolle Arrangements und Gestecke mit künstlerisch gestaltetem Glas zierten die Vitrinen: und dies vor einem prächtigen Hintergrund, dem "Pretiosensaal" des Grünen Gewölbes in Dresden. Eine wirklich gelungene gärtnerische Schatzkammer.
In der Küche beeindruckte ein vielfältiges Pelargonien-Sortiment. Sogar eine gelbe Sorte „ First Yellow“ wurde ausgestellt. Neben weiteren bunten Sommerblumen zeigten hier Sachsens Gärtner ein vielseitiges Gemüse-, Kräuter- und Obst-Sortiment, präsentiert auf überdimensionalen Küchentischen in stilisierten Kupfergefäßen. Beeindruckend waren die Großpflanzen von Hortensien, Pelargonien und Thunbergia.
Insgesamt erhielten die Gärtner über 13 Gold-, 41 Silber und 36 Bronzemedaillen. Vier Ehrenpreise wurden vergeben.
Öffentliche Veranstaltung in der großen Trauerhalle des Südfriedhofes in Leipzig
Unter dem Motto „Was ist der einzelne Mensch wert?“ beschäftigten sich die Redner mit dem Wandel der Bestattungskultur, gerade in den neuen Bundesländern. Eine gestaltende moderne Gesellschaft verlangt selbstbewusste Bürger. Ein selbstbewusstes Bürgertum war es auch, das für eine wertschätzende Erinnerungskultur gesorgt hat. Die entsprechenden historischen Gräber sind noch heute Ziel vieler Friedhofsführungen.
In einer demokratischen Gesellschaft sollten diese Werte des Bürgertums selbstverständlich sein. Sie sind es aber nicht, wie der aktuelle Umgang mit unseren Verstorbenen zeigt. Der Umgang mit unseren Verstorbenen ist ein Spiegelbild der Gesellschaft.
In seiner Rede stellte der Abteilungsleiter Friedhöfe der Stadt Leipzig, Albert Graichen, den Leipziger Südfriedhof und die Entwicklung der Friedhofsgestaltung sowie verschiedene Grabarten vor. Als der Friedhof errichtet wurde gab es nur Erdbestattungen. Heute sind es 92% Urnenbeisetzungen.
Superintendent Martin Henker erläuterte in seinem Vortrag das Bibelwort „Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde“ – „Wie viel Wert ist das Bild?“. Es findet seine Fortführung im Grundgesetz – Die Würde des Menschen ist unantastbar. „Namenlose Bestattungen werden dem Wert des Bildes nicht gerecht, namenlose Bestattungen machen den Angehörigen den Trauerprozess schwer“ sagte Henker.
Der Vorsitzende der Paul Benndorfgesellschaft zu Leipzig, Alfred E. Otto Paul, stellte seinen Beitrag unter das Motto „Die Zeit und die Zeit danach – unsere Säpulkralkultur zwischen Tradition und Moderne“. In einem historischen Überblick beschrieb Paul die Entwicklung der Friedhöfe. In den vergangenen Diktaturen wurden kirchliche Bestattungen zurückgedrängt und namenlose Urnengräber gefördert. „Viele Menschen beklagen heute die fehlende professionelle Beratung und eine große Verunsicherung. Die Notwendigkeit einer konzertierten Aktion ist von allen Berufsständen erkannt worden, die mit dem Thema Friedhof zu tun haben", stellte Paul fest.
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